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Kantonale Mittelschule Uri - Eine Transversale im Leben

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Italienisch

Bald steht für die Schülerinnen und Schüler der zukünftigen dritten Klassen die Wahl der Schwerpunktfächer an. Das Schwerpunktfach Italienisch ist eines der Angebote.
Es bildet in Kombination mit Englisch und Französisch als Grundlagenfächer ein auf die Landessprachen ausgerichtetes neusprachliches Maturaprofil ab der dritten Klasse.

Stundendotation (3., 4., 5., 6. Gymnasialjahr): 3-3-4-5 Lektionen pro Woche

Gedanken zum Fach

Landessprache
Italienisch spielt als Landessprache in der Schweiz eine bedeutende Rolle.
Die Wahl einer neusprachlichen Matura, in der die Landessprachen Französisch und Italienisch einen Schwerpunkt bilden, ist ein Bekenntnis zur kulturellen Vielfalt und zum gegenseitigen Verständnis in unserem Land.

Feriensprache
Italien ist ein beliebtes Ferienland. Mit den Einheimischen sprechen zu können öffnet Türen und ermöglicht tiefere Einblicke ins Reiseland.

Kultursprache
Die italienische Sprache öffnet Fenster auf eine faszinierende, vielfältige, ebenso traditionsreiche wie moderne europäische Kultur, die wir in unmittelbarer Nähe erkunden können. In Literatur, Filmschaffen, Kunst, Architektur, Musik, Mode und Design begegnen wir den Werken weltberühmter Italienerinnen und Italiener aus der Gegenwart und der Vergangenheit.

Berufssprache
Wer eine politische Karriere auf Bundesebene oder einen Beruf in der Bundesverwaltung anstrebt, wird von guten Italienischkenntnissen profitieren können. Aber auch im Journalismus, im Gesundheits-, Sozial- oder Erziehungswesen sind gute Italienischkenntnisse vorteilhaft. In der schweizerischen Berufswelt ist Italienisch nach Französisch und Englisch die drittwichtigste Fremdsprache.

Wirtschaftssprache
Italienisch ist für uns auch Wirtschaftssprache, da Italien nach Deutschland unser zweitwichtigster Handelspartner und Norditalien einer der führenden europäischen Wirtschaftsräume ist. Der Kanton Tessin spielt in diesem Zusammenhang (z.B. im Bankwesen) eine wichtige Rolle. Wer im Geschäftsleben tätig ist, hat deshalb oft mit italienischsprachigen Ansprechpartnern zu tun und hat einen entscheidenden Vorteil, wenn er/sie deren Sprache beherrscht.

Studiensprache
Wer in einer Fremdsprache studiert, erwirbt neben einer fachlich hoch qualifizierten Ausbildung ausgezeichnete Fremdsprachenkenntnisse.

Als Studiensprache kommt Italienisch z.B. dann in Frage, wenn man sich später für das sehr attraktive, grenzübergreifend vernetzte Studienangebot der Università della Svizzera Italiana interessiert, wo die Fächer Architektur, Wirtschaftswissenschaften, Informatik, Kommunikationswissenschaften, sowie am „Istituto di studi italiani“ italienische Literatur und Sprachwissenschaft studiert werden können. (www.unisi.ch)

Die Tessiner Fachhochschule, die Scuola universitaria della Svizzera Italiana, bietet attraktive Studiengänge in den Bereichen des Gesundheitswesens, der Betriebswirtschaft, der Sozialarbeit, der Architektur und Innenarchitektur, der visuellen Kommunikation und des Ingenieurwesens. (www.supsi.ch)

Es ist auch möglich, einen Teil der Lehrerausbildung an der Alta Scuola Pedagogica in Locarno (Tessiner PHZ) zu absolvieren (ebenfalls unter www.supsi.ch zu finden).

Schulsprache
Für die Ausbildung zur Sekundarlehrerin/zum Sekundarlehrer ist Italienisch nützlich, da an der Sek.I-Stufe neben Französisch und Englisch in der Regel Italienisch als Freifach unterrichtet wird.

Italienisch, Französisch und alle anderen romanischen Sprachen
Gute Italienischkenntnisse erleichtern wesentlich das Lernen weiterer romanischer Sprachen (Französisch, Spanisch, Portugiesisch). Wer Italienisch lernt, hat im Fach Französisch erhebliche Vorteile.

Zum Unterrichtsalltag

Wir werden in den vier sprachlichen Grundfertigkeiten hören, sprechen, lesen, schreiben ein hohes Niveau erreichen, das z.B. auch ein Studium an einer der genannten Tessiner Hochschulen ermöglicht.

Die Arbeit in relativ kleinen Lerngruppen ermöglicht es, die mündliche Ausdrucksfähigkeit besonders zu fördern.

Neben zahlreichen Zusatzmaterialien verwenden wir als roten Faden z.Zt. das ausgezeichnete Lehrmittel „Azzurro“ (2007) und den Fortsetzungsband
„Azzurro più“ (2008) (siehe www.klett.de/azzurro).
 
Wir werden möglichst bald interessante, aktuelle Themen erarbeiten und dabei immer häufiger authentische Materialien (z.B. downloads) verwenden: Filmsequenzen, Lieder, Artikel, Werbungen, Sachtexte, Erzählungen, Romane, Theaterstücke. Spannende Internet-Recherchen gehören ebenfalls zu unserem Unterrichtsalltag.

Unterwegs im Sprachgebiet

Die Nähe zum Tessin und zu Norditalien macht es möglich, die Sprache vor Ort anzuwenden.

Schon im ersten Lernjahr (3. Klasse) werden wir eine Exkursion ins Tessin mit stufengerechten Aufträgen durchführen können.

Ab dem zweiten Lernjahr (4.-6. Klasse) werden die Schülerinnen und Schüler des Schwerpunktfachs anlässlich der jährlichen Tagesexkursion die Gelegenheit haben, mit Vertretern verschiedenster Berufszweige und kultureller Institutionen Interviews zu führen und so den Alltag, die Kultur und die Wirtschaftswelt unseres italienischsprachigen Nachbarkantons erkunden.

Jährlich finden mehrtägige (freiwillige) Kulturreisen nach Italien statt, bei denen wir nach Möglichkeit auch Treffen mit italienischen Gymnasialklassen organisieren.
Die Fachschaft hat anlässlich der Exkursion 09 den Kontakt zu einer Partnerschule in Florenz (Liceo Pascoli) aufgebaut. Bereits hat eine unserer Gymnasiastinnen nach der Exkursion einen „Ferienaustausch“ (gegenseitiger Besuch) mit ihren Florentiner Freundinnen durchgeführt .

Für die sechsten Klassen kommt jeweils anlässlich der Projektwoche das Angebot einer Italienreise dazu.

Informationen von Schüler/innen für Schüler/innen

Die Schülerinnen und Schüler der 5d und 6d, die das Schwerpunktfach Italienisch besuchen, werden gerne Auskunft über ihre Erfahrungen erteilen.


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